Mustererkennung
Die Bildverarbeitung dient in der Regel dazu, Fehler bei der Aufnahme oder Wiedergabe
zu beseitigen oder derart zu vermindern, daß sie vom Betrachter nicht mehr
wahrgenommen oder sie sich auf die weiteren Verarbeitungsschritte nicht mehr
negativ auswirken werden.
Fehler dieser Art können Rauschen, Farb-/Grauwertfehler, geometrische Verzerrungen usw. sein.
In einem weitergehenden Schritt werden bestimmte Eigenschaften oder Strukturen
in den Bildern hervorgehoben, um sie dem Betrachter deutlicher sichtbar zu
machen. Beispiele dafür sind Kontraständerung, Kantenverstärkung,
Kantendetektion und Segmentierung.
Die so kondensierten und eventuell in geometrisch höheren Strukturen vorliegenden
Merkmale einer Aufnahme werden von Mustererkennungssystemen leichter interpretiert.
Der Übergang zwischen der reinen Bildverarbeitung und der
Bildinterpretation/Mustererkennung ist fließend. Immer muß das Gesamtsystem
mit allen Komponenten betrachtet werden, da alle Teile einen Beitrag zum
gewünschten Ergebnis leisten.
Für eine gute Mustererkennung muß möglichst viel Vorwissen in das System
eingearbeitet oder in Datenbanken schnell abrufbar abgelegt werden. Gleichzeitig sollte
aber möglichst wenig Information verwendet werden, damit das System universell
einsetzbar ist.